Boekmerk 37 (2012/1)

Geehrter Leser

Vor Ihnen liegt bereits das dreizehnte Heft von Boekmerk seitdem unsere Zeitschrift 2008 erneuert wurde. Wir haben also schon vier Jahrgänge vollendet. Der Tradition nach bieten wir Ihnen eine Übersicht der Artikel und der Darstellungen, die in den letzten vier Jahren veröffentlicht wurden. Weiterhin fügen wir unsere jährliche Geschenkgraphik hinzu: einen signierten Holzstich des chinesischen Künstlers Mingming Niu, den er während seinem Besuch an Belgien gemacht hat.

In der letzten Episode der Geschichte des modernen belgischen Exlibris bespricht Aloys Vertongen ein paar Künstler aus Brüssel und Wallonien, die nicht mit Graphia verbunden waren und die vor allem im letzten Viertel des vorige Jahrhunderts aktiv waren. Er erwähnt ein paar berühmte Namen wie Pierre Alechinsky und Michel Folon.

Demnächst finden Sie eine Übersicht der Exlibriszeitschriften die wir von unseren Schwestervereinen empfangen, als Tausch gegen die unserige. Wir besprechen kurz Inhalt und Form jener Zeitschriften.

Der belgische Künstler, den wir Ihnen in diesem Heft vorstellen ist André Leprince. Er wohnt und arbeitet in Lüttich und ist als Exlibriskünstler vor allem bekannt wegen seinen erotischen Radierungen aus den siebziger Jahren. Im Moment macht er hauptsächlich als Bildhauer Furore.

Jack van Peer hatte ein Interview mit dem Sammlerpaar Theo Maes und Maria Wymeersch aus Sint-Niklaas. Sie erzählten über ihre Passion für das Exlibris, die sie in den siebziger Jahren zuerst gespürt haben nachdem sie durch Gerard Gaudaen dem holländischen Ehepaar Myra und Jan Rhebergen vorgestellt wurden. Theo und Maria besprachen auch ein paar Exlibris, die für sie einen besonderen Wert haben.

Von ausländischen Künstlern stellen wir Ihnen in diesem Heft drei vor. Der erste ist Veselin Damyanov-Ves, ein junger Bulgare, der durch Onnik Karanfilian in das Exlibris introduziert wurde. Seine Werke zeugen von einer grossen Begabung, die umsorgt werden soll. Der nächste Künstler ist ein Weiss-Russe, der eigentlich nicht mehr eingeleitet zu werden braucht, da er schon allgemein zum Exlibris-Gipfel gerechnet wird: Roman Sustov. Seine erste Solo-Ausstellung in Epreuve d’Artiste in Antwerpen ist der Anlass für diesen Artikel. Und schliesslich bespricht Martin R. Baeyens das Werk von Zhang Jiarui, Vater des chinesischen Exlibris. Jiaruis Exlibris beweisen, dass er eine grosse Bewunderung hegt für seinen belgischen Freund.

Gerard Mercator, der vor fünfhundert Jahren geboren wurde, zu Ehren stellt Lu Boeykens zwei alte Exlibris aus der Sammlung des IEC vor. Auf beiden Werken, das erste von der Hand von Edward Gordon Craig, das zweite von William Darling, wird eine Karte dargestellt.

Die rezenten Exlibris in dieser Nummer sind Reproduktionen von Benedetti, Geissler, Gechev, Moutafchev, Kublik, Levitsky, Van Damme und Veloso. In den Buchbesprechungen lenken wir Ihre Aufmerksamkeit auf Yuriy Nozdrins Herausgabe ‘Shamanism in ex libris and more’, auf die ‘Jahresgabe’ des schweizerischen Exlibrisvereins, die Opusliste von Arnold Oechslin, und schliesslich auf die schöne Veröffentlichung des Steendrukmuseum von Valkenswaard, ein Buch anlässlich des zehnten Geburtstages des Museums.

Karl Vissers
Übersetzung: Gigi Broos

Boekmerk 29

 

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