Boekmerk 35 (2011/2)

Geehrter Leser

Aloys Vertongen setzt seine Reihe über die Geschichte des gegenwärtigen Exlibris mit den achtziger und neunziger Jahren fort. Er bespricht ein paar Künstler die hauptsächlich in Tiefdruck arbeiten, wie Walter Brems, Marc Mariën, Guido Mariman, Jan Scheir, Roel Slabbinck, Jef Van Grieken und Chris Verheyen. Er betrachtet jedoch auch ein paar wichtige Graphiker die vor allem Siebdrucke machten: Martin Baeyens, Emiel Hoorne und Alain Hautekiet.

Ward Bohé, Kurator des IEC, stellt die Laureaten des Wettbewerbs für Exlibris und Kleingraphik von Sint-Niklaas vor (Yuriy Nozdrin, Natalya Kuznetsova, Miroslav Hlinka, Galina Pavlova, Xiao Feng Chen, Axel C. A. Jirsch und Piotr Gojowy). Er deutet dabei auf vier deutliche Trends hin: der Wettbewerb hat keineswegs seine internationale Ausstrahlung verloren; die Ausdehnung des Wettbewerbs von lauter Exlibris bis zu Kleingraphik war ein grosser Erfolg; im Gegensatz zu vorigen Wettbewerben waren die klassischen Verfahren wieder besser vertreten als CGD; und schliesschlich respektierten mehr als die Hälfte der Teilnehmer das auferlegte Thema.

In einer weiteren Lieferung über den Fisae-Kongress in Istanbul (2010) stellt Jack van Peer ein paar Fragen über die Rolle der Fisae und plädiert er für mehr Rücksprache bei der Wahl des Treffpunkts des Kongresses. Weiterhin dringt er auf eine grössere Effizienz, mehr finanzielle Unterstützung für die Kongress-Organisation und eine sorgfältige Evaluation der heutigen Fisae-Struktur.

Tony Oost, ehemaliger Kurator des IEC, schreibt über das Werk der belgischen Graphikerin Nelly Degouy, Gattin von Désiré Acket. Am 26. Juni wird in Sint-Niklaas eine Ausstellung eröffnet, die Ihrem Gesamtwerk gewidmet ist.

Die Sammler die in diesem Heft ihre Erfahrungen mit uns teilen sind Thea Winter und Tjalling Vogelvanger, ein holländisches Ehepaar. Sie wählten ein paar ihrer Exlibris, die ihnen nahe am Herzen liegen

Elzbieta Radzikowska aus Polen ist die erste ausländische Künstlerin, die wir in diesem Heft besprechen. Jack van Peer begegnete ihr schon ein paar Mal, unter anderem in Istanbul, wo sie für eine ihrer sensuellen Radierungen einen Preis erhielt. Im nächsten Artikel stellt Martin Baeyens das Werk von Liu Caijun vor, einem Graphiker den er während seinen Reisen durch China traf. Caijuns weibliche Akte in Stich und Auquatinta – Bilder die im Nu gemacht scheinen zu sein – haben eine besondere Anziehungskraft. Schliesslich reden wir in dieser Rubrik über Kaloyan Iliev, einen bulgarischen Künstler, der genau wie Desislav Gechev (siehe Boekmerk 34) in Varna wohnt und seine Ausbildung an der Universität von Veliko Turnovo genoss. Er selbst nennt seine Werke den Ausdruck individueller Freiheit in einem zu manipulierenden Zeitgelenk. Oft sind seine farbenreiche Exlibris eine Form der Gesellschaftskritik.

In der Rubrik ‘Rezente Exlibris’ finden sich Werke von Cernos, Fedorenko, Giannadakis, Kublik, Kvartalny, Maekawa, Rooms und Zwiers. Und zum Schluss besprechen wir das Buch über die Exlibris von Yukiko Hayashi, der japanischen Graphikerin, die sich in fragile Akte spezialisiert. Der britische Sammler Murray Rosen hat an diesem Buch, das durch Shonosuke Ezoe veröffentlicht wurde, mitgearbeitet.

Karl Vissers
Übersetzung: Gigi Broos

Boekmerk 29

 

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