Boekmerk 48 (2015/2)

In unserer Reihe über berühmte Künstler die in ihrer Karriere Exlibris gemacht haben, sind wir im Süden Europas angekommen (Italien und Spanien insbesondere). Wir besprechen Exlibris von Enrico Baj, Luigi Bartolini, Salvador Dali, Alexandre de Riquer, Alberto Martini, Ricardo Opisso und Pablo Picasso.

Martin R. Baeyens selektierte aufs neue eine Reihe von faszinierenden Varianten von sehr spezifischen Exlibris aus seiner Sammlung. Er analysiert Exlibris von Fritz Mock, Rudolf Oeffinger und Fernand Khnopff.

Catherine De Braekeleer, Direktor des Centre de la Gravure et de l'Image imprimée in La Louvière, blickt zurück auf eine Ausstellung von graphischen Werken von Luc Tuymans. Ein wallonisches Museum, das einen flämischen Künstler ins Rampenlicht bringt: eine tolle Initiative!

Wir fragten den Niederländer Gerard Polderman nach seiner Sammlung, seinen Lieblingskünstlern und seiner Sicht über das Exlibris heutzutage. Es wird wohl kaum jemanden überraschen, dass in diesem Gespräch mit einem Spezialisten in (Weiß-)russischer Kunst die Namen von Jurij Jakovenko, Roman Sustov und Konstantin Kalinovich oft erwähnt wurden.

Aufs neue stellen wir Ihnen zwei ausländische Exlibrisentwerfer vor. Zuerst einen (in Japan wohnhaften) chinesischen Spezialisten in Holzstich, Guilan Qiu; danach folgt der türkische CAD-Künstler Tezcan Bahar. Qiu erhielt beim rezenten IEC-Wettbewerb den Preis für den besten Holzstich;  Bahar wird gelobt durch einen CAD-Kenner, Martin R. Baeyens.

In dem nächsten Artikel bespricht Ward Bohé, Konservator der Stedelijke Musea Sint-Niklaas, die sieben Preisträger des Kleingraphikwettbewerbs, der neulich durch das IEC veranstaltet wurde. Bemerkenswert ist, dass vier aus sieben Preise an junge polnische Künstler dargereicht wurden. Sie erinnern sich wohl noch an die Namen des Japaners Motoaki Fujimoto, des Chinesen (und eben schon erwähnten) Guilan Qiu, Sergejys Kolecenko aus Lettland und an die polnischen Künstler Michal Pisialek, Grzegorz Izdebski, Weronika Marszelewska und Tomasz Hankus.

Die rezenten Exlibris in diesem Heft stammen von Vasyl Angelov, Walter Brems, Jan Cernos, Karel Demel, Zdenek Janda, Onnik Karanfilian, Hristo Kerin, Jochen Kublik, Rosalind Lindsey, Valerio Mezzetti, Anastasia Melnikova und Yurij Nozdrin.

Und schließlich stellen wir Ihnen eine prestigereiche und anspruchsvolle Initiative vor: die Herausgabe von 60 x 60, The Wondering Mind, einem Portfolio unter der Redaktion von Chris Verheyen und Zora Petrasova, die anlässlich ihres sechzigsten Geburtstages gedruckt worden ist. Sechzig graphische Künstler aus 24 Ländern haben sich mit einem Exlibris an diesem Projekt beteiligt. Ihre Werke werden in verschiedenen Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt werden. Auf diese Weise streben die beiden Damen danach, weltweit Künstler zusammenzubringen, sie zusammenarbeiten zu lassen, ein neues Publikum zu erreichen und so die Graphik neu zu promoten.

Karl Vissers
Übersetzung: Gigi Broos

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