Boekmerk 50 (2015/4)

In der Reihe über berühmte Künstler, die Exlibris gemacht haben, landen wir jetzt in die elfte Folge. Es ist die zweite über den Süden Europas en wir stellen Ihnen die italienischen Künstler Sartorio, Sassu, Segantini, Severini, Stella und Valentini vor.

Demnächst bespricht Theo Maes die Exlibris-Reihe von neun Musen (im Sinne der griechischen Mythologie) die Martin R. Baeyens entworfen hat für belgische und holländische Graphia-Mitglieder. Er schildert zuerst die Rolle der neun Musen in der griechischen Mythologie und danach lässt Theo die Titulare ihre Vorliebe für eine besondere Muse erläutern.

Aufs neue selektiert Martin R. Baeyens ein paar überraschende Exlibris-Varianten aus seiner Sammlung. Diesmal sind es bemerkenswerte Zwillinge von der Hand von Emil Orlik, Jakob Höttinger und Bruno Heroux.

In diesem Heft stellen wir Ihnen nicht nur einen wallonischen Sammler, sondern auch eine wallonische Graphikerin vor. Indem wir den südlichen Teil unseres Landes vor das Rampenlicht bringen, hoffen wir einen Schritt zu machen auf eine kulturelle Brücke, die beide Regionen näher bringen soll. Der wallonische Sammler (eigentlich das einzige Graphia-Mitglied im südlichen Teil Belgiens!) ist Jacky Antoine, ein Graphik-Fan der von Serge Golifman in die Welt des Exlibris eingeweiht wurde. Die wallonische Graphikerin ist Christine Ravaux, eine international geschätzte Spezialistin in Mezzotinto. Ihre symbolischen und leicht abstrakt wirkenden Entwürfe scheinen eine warme Glut zu verbreiten, die dem Herzen der Darstellungen entspringt.

Beim letzten IEC-Wettbewerb wurden drei polnische Künstler gekrönt die alle drei sehr jung waren und außerdem offenbar aus derselben Region stammten. Auf der Suche nach einer Erklärung für diese überraschenden Umstände, entdeckten wir in einem Gespräch mit dem polnischen CAD-Spezialisten Krzysztof Marek Bak die Antwort. Er ist nicht nur ein wichtiger Exlibris-Entwerfer, sondern auch die treibende Kraft hinter dem Digital Exlibris Studio (DExS) der Kunstakademie von Cieszyn, einem Institut das unter den Auspizien der Universität von Schlesien in Katowice steht. Die Studenten die Graphik studieren - so erklärt Bak - werden in diesem Studio gebeten sich auf das Entwerfen von Exlibris und Gelegenheitsgraphik zu konzentrieren, wodurch sie Spezialisten in diesem Bereich genannt werden können sobald sie das Studium beenden (mit der glücklichen Folge dass sie in Wettbewerben oft mit Preisen gekrönt werden).

Anastasia Melnikova ist eine junge Graphikerin aus der Ukraine. Sie macht Radierungen und Aquatinta und hat eine Vorliebe für Entwürfe die irgendwie inspiriert sind durch die englischen Präraffaeliten (aber auch sicherlich durch ihren Vater, den Maler Alexander Melnikov). Seit 2011 entwirft sie farbenreiche Exlibris, die oft individualisiert werden mit Aquarell.

Ward Bohé ergänzt seinen Artikel in Boekmerk 48 – in dem er Die Preisträger des vorigen IEC-Wettbewerbs präsentierte – damit dass er ein paar Entwicklungen die sich beim Wettbewerb zeigten, bespricht: Globalisierung, steigendes Alter der Teilnehmer, Übergewicht der traditionellen Verfahren und steigenden Anteil von freien Graphiken.

Schließlich finden Sie eine Auswahl von rezenten Exlibris, von der Hand von Konstantin Antioukhin, Elena Antonova, Willy Braspennincx, Veselin Damyanov-ves, Marina Richter, Igor Shokoladov und Ulyana Turchenko.

Karl Vissers
Übersetzung: Gigi Broos

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